Wankel-Motoren bei Citroên

Die Modelle M35 und GS Birotor

1967 wurde die Societé Comotor gegründet, die aus der Zusammenarbeit mit NSU in der Entwicklung von Kreiskolben-Motoren entsteht. Das erste Fahrzeug entsteht Anfang 1970 und heist M35. Es wurde 272 Prototypen des M35 auf der Basis des Ami-Coupés von Heuliez gebaut. Es kommt ein Einscheiben Wankelmotor mit ca. 500ccm Kammervolumen und 50PS bei einer verdichtung von 9:1 zum Einsatz. Eine weitere Besonderheit ist die Verwendung der Hydropneumatik aus der DS. Dieses Fahrzeug diente dem Versuchszweck und wurde nur an eine ausgesuchte Kundschaft verkauft. Später versuchte Citroên alle Fahrzeuge zurück zu kaufen um keine Ersatzteilversorgung vornehmen zu müssen.

Ende des Jahres 1970 startete Citroên die Produktion des für die Großserie geplanten GS Birotor, der 1973 auf der IAA vorgestellt wurde. Dieser entsprach in weiten Teilen dem "normalen" GS-X wurde aber von einem Zweischeiben Wankelmotor mit 107PS und 2x498ccm angetrieben. Dieser Motor stellte eine Weiterentwicklung des Motors aus dem bekannten Ro80 dar und wurde Wassergekühlt, im Gegensatz zu den Vierzylinder Boxern des GS die allesamt Luftgekühlt waren. Den beachtlichen Fahrleistungen von über 175km/h wurde durch eine breitere Serienbereifung von 165HR14 (sonst 145SR13) Rechnung getragen den der Birotor seine verbreiterten Kotflügel verdankt, die gleichzeitig zum Erkennungszeichen wurden. Die Ölkrise von 1937/74 machten den rotierenden Schluckspechten den Garaus. Nach dem Aus versuchte Citroên auch alle GS Birotor zurück zu kaufen, wiederum um keine Ersatzteilversorgung aufrecht erhalten zu müssen.

Fotos

In der Linken Spalte der Tabelle zeige ich Bilder vom M35.
In der rechten Spalte werden Bilder vom GS Birotor gezeigt

Alle gezeigten Fotos sind im Museum AUTOVISION bei Hockenheim in der Ausstellung Wankel-Motor entstanden.

Weitere Informationen und technische Details über den Wankel-Motor gibt es auf: www.der-wankelmotor.de